Kommunikation für den Bevölkerungsschutz: Das Volontariat beim BBK
Wie kommuniziert eine Bundesbehörde, wenn ihre Informationen Menschen auf Krisen und Notlagen vorbereiten sollen? Das Volontariat beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) verbindet Medienarbeit, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit mit gesellschaftlich relevanter Krisenkommunikation.
Das Volontariat beim BKK bietet einen Einstieg in die Kommunikation im politischen und gesellschaftlich relevanten Kontext einer Bundesbehörde. Im Gegensatz zur klassischen Unternehmens-PR steht hier nicht die Vermittlung der Firmeninteressen im Vordergrund, sondern die sachliche und zielgerichtete Information der Öffentlichkeit. Wie Anke Moon, Referatsleiterin für Medienarbeit und Publikationen beim BBK, im Rahmen einer Informationsveranstaltung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg darlegte, zeichnet sich diese Ausbildung durch die Vermittlung von Kompetenzen für eine auf den Nutzen der Bürgerinnen und Bürger ausgerichtete Kommunikation aus. Es sei: „Kommunikationsarbeit die für Menschen gemacht ist“, so Moon.
Von der Website bis zum Fachmagazin
Das BBK ist seit 2004 die zentrale Stelle des Bundes für den Bevölkerungsschutz in Deutschland. Der Begriff Bevölkerungsschutz bezeichnet die Aufgaben und Maßnahmen des Bundes im Zivilschutz sowie die Aufgaben und Maßnahmen der Kommunen und Länder im Katastrophenschutz. Die Kommunikation richtet sich an die gesamte Bevölkerung mit dem Ziel, zu informieren, zu sensibilisieren, Vertrauen aufzubauen sowie die Selbstschutz- und Handlungsfähigkeit der Menschen zu stärken. Das zweijährige Programm basiert auf einem Stationen-Modell, bei dem die Volontär:innen fünf verschiedene Bereiche für jeweils drei bis sechs Monate durchlaufen. Zu den Stationen gehören die Redaktion des Bevölkerungsschutz-Magazins, Social Media, die Website-Betreuung, Pressearbeit sowie die interne Kommunikation. Flankiert wird die Praxis durch eine externe Hospitation in der Öffentlichkeitsarbeit, interne und externe Weiterbildungen sowie ein eigenständiges Volontariats-Projekt.
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Abstimmung im Team ist entscheidend
Der Einstieg in die Behördenstruktur wird durch ein Patenmodell unterstützt, bei dem erfahrene Mitarbeitende die Volontär:innen in die Verwaltungsabläufe einführen. Die Arbeit erfolgt in Referatsteams von 15 bis 18 Personen, wobei feste Ansprechpersonen für die tägliche Anleitung bereitstehen. Von den Volontär:innen wird ein hohes Maß an eigenständiger Arbeit erwartet. Aufgrund der behördlichen Verantwortung unterliegen aber dennoch alle Veröffentlichungen dem Vier-Augen-Prinzip. In der Beispielstation Social Media umfasst das Aufgabengebiet die Content-Erstellung, die Redaktionsplanung, das Social Media Monitoring sowie das Community Management.

Anke Moon, Referatsleiterin für Medienarbeit und Publikationen beim BBK, bei der Informationsveranstaltung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. (Foto: Tabea Mansfeld)
Das Programm richtet sich an Absolventinnen und Absolventen mit ausgeprägtem Interesse an politischer und gesellschaftlicher Kommunikation. Ein Studium der Kommunikations- oder Geisteswissenschaften bildet hierfür eine geeignete Grundlage. Das BBK schreibt jährlich ein bis drei Volontariatsstellen im versetzten Rhythmus aus. Die Veröffentlichung erfolgt ausschließlich bedarfsorientiert über die Website der Behörde; ein dauerhaftes Bewerbungsfenster existiert nicht.
Chancen und Herausforderungen beim BBK
Ein wesentlicher Vorteil des Programms ist die hohe Selbstwirksamkeit, da die kommunizierten Inhalte der Bevölkerung zur Vorbereitung auf Krisenlagen konkrete Hilfestellungen bieten. Zudem verzeichnet das BBK aufgrund der veränderten Sicherheitslage entgegen dem Trend anderer Behörden weiterhin personelles Wachstum. Demgegenüber steht, dass keine Garantie auf eine Übernahme nach dem zweijährigen Programm besteht, wenngleich die Behörde die Weiterbeschäftigung der Absolvent:innen anstrebt.

Anke Moon gemeinsam mit einer Volontärin des BBK, die die Beispielstation Social Media vorstellt. (Foto:Tabea Mansfeld) Ausschreibung nach Bedarf. (Foto: Tabea Mansfeld)
Zudem erfordert die Arbeit das Navigieren in behördlichen Hierarchien und Abstimmungsprozessen. Nach dem Abschluss eröffnen sich für die Absolvent:innen unter anderem Einsatzmöglichkeiten als Pressesprecher:in, Referent:in für Öffentlichkeitsarbeit, bei Kampagnen im oder im Krisenmanagement des BBK sowie im Social-Media-Management anderer Bundesämter oder NGOs.
Das Volontariat beim BBK ermöglicht daher eine fundierte Qualifikation in der behördlichen Öffentlichkeitsarbeit. Es eignet sich für Kommunikationskräfte, die eine strukturierte Ausbildung an der Schnittstelle von Politik und Verwaltung anstreben und großes Interesse an krisenrelevanter Informationsvermittlung aufbringen. Angesichts der veränderten Sicherheitslage und des damit einhergehenden personellen Wachstums des BBK dürfte der Bedarf an qualifizierten Kommunikationskräften in diesem Bereich absehbar weiter zunehmen.
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Leon Kresmer
Leon Kresmer, 1994 in Bonn geboren, gibt sich selten mit der ersten Antwort zufrieden. Ob Technik, digitale Spielwelten, Horrorfilme, Tabletop-Spiele oder 3D-Druck – wenn ihn ein Thema interessiert, beschäftigt er sich intensiv damit. Dabei reizt ihn vor allem die Frage, wie Dinge funktionieren und warum manche Geschichten oder Konzepte Menschen nachhaltig faszinieren. Seine Freude daran, komplexe Zusammenhänge verständlich zu vermitteln, möchte er später auch beruflich einsetzen.

Carmen Lukas
Carmen Lukas, 2001 in Bonn geboren, ist seit ihrer Kindheit begeisterte Gamerin. Leider musste sie feststellen, dass Frauen in der Gaming-Szene eine Minderheit darstellen und oft nicht angemessen vertreten sind. Deshalb hat sie sich vorgenommen, in ihren Medienarbeiten weibliche Perspektiven in den Vordergrund zu stellen und die Leistungen von Frauen hervorzuheben. Neben ihrer Leidenschaft für Videospiele begeistert sie sich auch für Disney-Animationsfilme, insbesondere für solche mit starken Frauenfiguren wie Belle, Tiana und Mulan.

Tabea Mansfeld
Tabea Mansfeld, 2000 in Bonn geboren, nutzt ihr Tablet regelmäßig zum Zeichnen. Dabei gehen ihre Kunstwerke oft „unter die Haut“, denn ihre Tattoo-Designs schmücken inzwischen die Körper einiger Freund:innen. Neben dem Zeichnen begeistert sie sich für die Fantasy-Buchreihe „Chroniken der Unterwelt“, in der – wie könnte es anders sein – Tattoos eine große Rolle spielen. Wenn sie nicht zeichnet oder liest, geht sie ihrer dritten Leidenschaft nach: dem Gaming. Ihre Lieblingsspiele: Cyberpunk 2077, Apex Legends oder Rocket League.

Jörn Wiegard
Jörn Wiegard war schon als Kind fasziniert von Animationsfilmen. Ob Zeichentrick-Produktionen wie „der Schatzplanet“ oder die Anime des japanischen Studios Ghibli: Die Filme weckten in ihm die Begeisterung für die Kunst und motivierten ihn dazu, eigene Videos zu produzieren. Dabei legt er den Schwerpunkt allerdings nicht nur auf Fiktion, sondern auf journalistische Themen. Wenn er gerade einmal nicht an seinen Videos arbeitet, spielt er Metal und Pop-Punk – mal auf der Gitarre, mal auf dem Bass.

Dina Yahyaoui
Dina Yahyaoui, 2003 geboren, interessiert sich seit ihrer Kindheit für Film und Fotografie. Mit neun Jahren bekam sie ihre erste eigene Kamera, die sie bis heute fast überallhin begleitet. Neue Ideen findet sie häufig bei langen Spaziergängen, bei denen sie abschalten und ihre Umgebung beobachten kann. Ihre Neugier führt sie immer wieder zu neuen Themen und Hobbys, die sie gerne ausprobiert und näher kennenlernt.