Mit der Kamera die Welt aus neuen Blickwinkeln entdecken
Kai von Tettenborn arbeitet als Kameramann für öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten und hat in seinem Job schon in vielen Ländern gedreht. Die Ereignisse, die er mit seiner Kamera einfängt, seien vielfältig, sagt von Tettenborn: „Heute Müllhalde, morgen Kinderkrankenhaus.“ Als echtes Privileg empfindet er, dass er zu fast allen Themen umfassende Hintergründe aus erster Hand erfährt.
Werksgelände: Was macht man eigentlich als Kameramann beim WDR?
Kai von Tettenborn: Als EB-Kameramann beim WDR gibt es eine recht große Bandbreite an Aufgaben und Formaten, aber immer geht es um die verantwortliche, wirtschaftliche, gestalterische und bildliche Umsetzung von Themen in Aktualität, Dokumentation und Reportage nach Vorgaben von, und in Zusammenarbeit mit den redaktionellen Kolleg:innen. Außerdem ist beim WDR der festangestellte EB-Kameramann auch Teamverantwortlich, also auch für die Sicherheit und Einhaltung von Arbeitszeiten, etc. verantwortlich.
Welche Erfahrungen oder Talente sollte man für den Job mitbringen?
Ein gewisses „Auge“ sollte vorhanden sein. Außerdem schadet ein grundsätzliches Interesse an allen möglichen gesellschaftlichen Themen nicht. Man sollte den Umgang mit den verschiedensten Menschen in sehr verschiedenen Zusammenhängen mögen, oder zumindest nicht scheuen.
Als echtes Privileg empfinde ich auch, dass ich ständig Informationen und detaillierte, umfassende Hintergründe zu fast allen Themen aus erster Hand erfahre.
- Kai von Tettenborn
Was reizt Dich an Deinem Beruf?
Dass ich ständig mit sehr verschiedenen Menschen und Themen in sehr unterschiedlichen Situationen zu tun habe. Die Arbeit mit Bildern und Licht. Außerdem hat mich mein Beruf in viele Länder geführt und ich habe dafür schon zweimal mehrere Jahre im Ausland gelebt. Ich liebe es, zu reisen und andere Länder und Kulturen kennen zu lernen. Als echtes Privileg empfinde ich auch, dass ich ständig Informationen und detaillierte, umfassende Hintergründe zu fast allen Themen aus erster Hand erfahre.
Was sind die größten Herausforderungen in Deinem Job?
Ständig wechselnde Arbeitszeiten, manchmal Zeitdruck. Selten: schwierige Protagonisten. Flexibel und sensibel bleiben: „Heute Müllhalde, morgen Kinderkrankenhaus“. Ständige Weiterentwicklung von Formaten, Kamera und Lichttechnik. Der gesellschaftliche Druck auf die öffentlich-rechtlichen Medien und zunehmende Anfeindungen.
Was war Dein bisher größter Flop im Job, und was hast Du daraus gelernt?
Ausversehen unwiederbringliches Drehmaterial von einer Drehreise gelöscht. Immer dreimal nachprüfen vor dem Löschen von Speicherkarten.
Kais Tipps für den Nachwuchs
Interesse an Kameraarbeit, Technik und Gestaltung. Einfach anfangen und ausprobieren. Neugier auf die Welt, ihren Menschen und Themen.

Kai von Tettenborn
… arbeitet als festangestellter Kameramann für den WDR in Köln.
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