06. Juli 2026
Karriere

Das Volontariat bei der Deutschen Welle: International, praxisnah und anspruchsvoll

Jedes Jahr bewerben sich rund 2.000 Menschen auf das Volontariat der Deutschen Welle. Nur zwölf erhalten einen Platz. Vom ersten Tag an arbeiten die angehenden Journalist:innen in internationalen Redaktionen. Sie lernen, globale Themen für ein weltweites Publikum verständlich aufzubereiten.

Die Gruppe der Volontär:innen ist bewusst international zusammengesetzt. Oft stammen sie aus unterschiedlichen Ländern und bringen zahlreiche Muttersprachen mit. Nach Angaben von Ramón García-Ziemsen, Leiter des Journalistik-Trainings der Deutschen Welle, sind darunter regelmäßig Teilnehmende aus Ländern wie Israel, Ghana oder China. Deutsche Bewerber:innen stellen dabei nur einen kleinen Teil der Gruppe.

Lernen durch Praxis statt Theorie

Das Volontariat dauert 18 Monate und kombiniert praktische Arbeit in den Redaktionen mit verschiedenen Trainingsmodulen. Anders als in vielen klassischen Ausbildungsprogrammen steht dabei nicht die Theorie im Mittelpunkt. „Immer erst machen und dann verstehen“ lautet das Prinzip. Schon am ersten Tag werden die neuen Volontär:innen mit einer Praxisaufgabe konfrontiert: Ohne Handy sollen sie in der Stadt eine relevante Geschichte finden, eine Person dafür gewinnen und ihre Ergebnisse präsentieren.

Auch in den folgenden Monaten dominiert das Lernen durch Ausprobieren. Die Volontär:innen durchlaufen verschiedene Redaktionsstationen, darunter Nachrichten-, Fach- und Sprachredaktionen. Hinzu kommen Schulungen zu Interviewführung, Datenjournalismus, Podcast-Produktion, Kameraarbeit oder dem Umgang mit traumatischen Ereignissen im Journalismus. Selbst Schauspiel- und Körpertrainings gehören zum Programm, um Sicherheit vor der Kamera zu gewinnen und persönliche Hemmungen abzubauen.

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Erfahrungen im In- und Ausland

Ein besonderer Bestandteil des Volontariats sind die Auslandsstationen. Alle Teilnehmenden verbringen Zeit an internationalen Standorten der Deutschen Welle. Dadurch sammeln sie Erfahrungen in unterschiedlichen journalistischen und kulturellen Kontexten. Die Themen reichen von Gesundheit und Nachhaltigkeit bis hin zu internationalen politischen Entwicklungen.

Wer sich bewerben kann

Für die Deutsche Welle sind bei der Auswahl der Bewerber:innen nicht allein journalistische Vorkenntnisse entscheidend. Auch Menschen mit ungewöhnlichen Lebensläufen haben Chancen. So waren in vergangenen Jahrgängen unter anderem eine Ärztin und ein Förster vertreten. Gesucht werden Menschen, die eigene Perspektiven mitbringen und etwas beitragen können, das die Redaktion bislang nicht hat. Teamfähigkeit, Empathie, Kreativität und die Fähigkeit zuzuhören spielen dabei eine wichtige Rolle.
Die Bewerbung gilt allerdings als anspruchsvoll. Neben den üblichen Unterlagen müssen Interessierte Fragen beantworten und ein Video einreichen. Besonders das Motivationsschreiben sollte laut García-Ziemsen nicht einfach den Lebenslauf wiederholen, sondern die individuelle Motivation und Persönlichkeit sichtbar machen.

Chancen und Herausforderungen

Trotz der vielen Chancen bringt das Programm auch Herausforderungen mit sich. Der Arbeitsaufwand ist hoch, und die intensive Ausbildung verlangt den Volontär viel ab. Durch die internationale Ausrichtung der Deutschen Welle erleben einige zudem, dass ihre Beiträge im eigenen Umfeld weniger wahrgenommen werden, da sie sich an ein weltweites Publikum richten. Gleichzeitig sehen viele Volontär gerade darin eine wichtige Lernerfahrung. Fehler seien ausdrücklich erlaubt und sogar erwünscht, betont García-Ziemsen. Entscheidend sei die Bereitschaft, die eigene Komfortzone zu verlassen und Neues auszuprobieren.

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Ramon García-Ziemsen an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Gute Perspektiven nach dem Abschluss

Wer das Volontariat erfolgreich abschließt, hat gute Perspektiven. Eine Besonderheit des Programms ist die hohe Übernahmequote: Die Deutsche Welle bildet gezielt für den eigenen Bedarf aus. Laut García-Ziemsen sind von den vergangenen Jahrgängen die meisten Absolvent:innen weiterhin im Unternehmen tätig.

Das Volontariat bei der Deutschen Welle richtet sich damit an Menschen, für die Journalismus mehr ist als die Arbeit mit Medien. Gefragt sind Neugier, Offenheit und der Wunsch, gesellschaftlich relevante Themen für ein internationales Publikum aufzubereiten. Dafür bietet das Programm nicht nur journalistisches Handwerkszeug, sondern auch die Möglichkeit, Menschen, Kulturen und Perspektiven aus aller Welt kennenzulernen.

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Khushi Bhardwaj

Khushi Bhardwaj

Khushi Bhardwaj liebt Sport – und vor allem Fußball. Kaum ein Thema beschäftigt sie so sehr wie aktuelle Spiele, Teams und sportliche Entwicklungen. Ob über Analysen, Ergebnisse oder spannende Momente: Wenn sie über Sportarten aller Art redet, verliert sie schnell die Zeit aus den Augen. Aus diesem Grund will sie Sportmoderatorin werden. Besonders reizt sie die Möglichkeit, sportliche Ereignisse live zu begleiten, einzuordnen und für andere verständlich und mitreißend zu erzählen.

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Alexander Buss, 2004 in Bonn geboren, erzählt Geschichten am liebsten mit der Kamera. Seine ersten Drehbücher schrieb er bereits als Kind, die passenden Filme entstanden gemeinsam mit seinen Geschwistern im Kinderzimmer. Während der Schulzeit reifte der Wunsch, später selbst Regie zu führen. Heute arbeitet er als Werkstudent in einer Social-Media-Filmagentur, unterstützt Musikvideo-, Kino- und Werbeproduktionen und realisiert eigene Filmprojekte. Auch die Musik spielt in seinem Leben eine große Rolle: Als Frontmann einer Band steht er regelmäßig selbst auf der Bühne.

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Sophia Härig, in Köln geboren, verbrachte nach dem Abitur sieben Monate in Australien, bevor sie eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement absolvierte. Anschließend arbeitete sie mehrere Jahre im Eventmanagement und organisierte Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Gästen. Mit der Zeit wuchs jedoch der Wunsch, beruflich stärker kreativ zu arbeiten. Heute sammelt sie praktische Erfahrungen im Videoschnitt für eine Filmproduktionsfirma. In ihrer Freizeit reist sie gern, treibt Sport und entwickelt kreative Projekte. Ihr Ziel ist es, künftig im kreativen Bereich zu arbeiten.

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Milena Hornig entdeckte ihre Begeisterung für Fotografie zunächst mit einer Drohne, mit der sie auf Reisen besondere Orte und Momente festhielt. Später kam die Kamera dazu: Erst fotografierte sie Familie und Freunde, anschließend übernahm sie ihre ersten Aufträge. Während eines Praktikums in einer Werbeagentur gestaltete sie unter anderem ihre eigene Website und arbeitete an verschiedenen Kundenprojekten, darunter Merchandising für die Sparkasse.

Ricardo Ray Jacome Zaldumbide

Ricardo Ray Jacome Zaldumbide interessiert sich für Filme, Videospiele und Social Media. In seiner Freizeit analysiert er Filme, programmiert eigene Videospiele und beschäftigt sich mit aktuellen Entwicklungen auf Social-Media-Plattformen. Praktische Erfahrungen sammelt er als Social Media Manager bei einer Aachener Brauerei. Besonders reizt ihn die Verbindung von Kreativität und digitaler Kommunikation. Künftig möchte er im Bereich Social Media arbeiten und eigene Videoprojekte für YouTube umsetzen.