25. Juli 2026
Karriere

Geschichten in Bewegung bringen: Die Ausbildung an der RTL Journalistenschule

Von der Regionalredaktion bis zum Auslandseinsatz: Die RTL Journalistenschule bereitet angehende Journalist:innen mit einer Mischung aus Theorie, Praxis und crossmedialem Arbeiten auf den Berufsalltag vor. Im Mittelpunkt steht dabei das Erzählen von Geschichten mit Bewegtbild.

Wer journalistisch arbeiten, Geschichten erzählen möchte und das vor allem mit Bewegtbild, findet an der RTL Journalistenschule eine Ausbildung mit besonderem Schwerpunkt auf audiovisuelle Formate. Im Laufe von zwei Jahren wechseln sich Theorieblöcke mit vielfältigen Praxisstationen ab. Die Journalistenschüler:innen sollen hierbei möglichst viele Bereiche kennenlernen, eigene Interessen entdecken und auf den journalistischen Berufsalltag vorbereitet werden, berichtet Ausbildungsleiter Simon Hof.

Theorie und Praxis, regional und international

Die Ausbildung dauert insgesamt zwei Jahre, von denen rund sieben Monate aus Theorieblöcken bestehen. Ergänzt wird die theoretische Ausbildung durch zahlreiche Praxisphasen sowohl innerhalb als auch außerhalb des RTL-Kosmos.

Zu den Stationen innerhalb der RTL-Gruppe gehören unter anderem RTL News Formate wie RTL aktuell, aber auch Einsätze bei RTL Deutschland, beispielsweise bei Produktionen der RTL Studios, dem RTL Radio oder verschiedenen Produktionsfirmen. Einige Volontär:innen begleiten hier Produktionen wie Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!.

Stationen außerhalb des Unternehmens ermöglichen den Volontär:innen Einblicke in andere Medienhäuser wie beispielsweise den WDR oder ZDF und ermöglichen es auch, andere Arbeitsweisen kennenzulernen.

Für viele Stationen gilt: die Jounralistenschüler:innen können selbst mitentscheiden, wo genau sie zum Einsatz kommen. Es gibt aber auch Pflichtstationen. Zum einen müssen die Teilnehmenden recht früh in ihrem Volontariat drei Monate in einer regionalen Redaktion verbringen. Zum anderen sind zwei Wochen im Verifizierungsteam Pflicht.

Ein besonderer Zwischenstopp der Journalistenschüler:innen ist ein möglicher Auslandsaufenthalt. Auch hier können die Teilnehmenden selbst mitentscheiden, in welchem Land sie diese Zeit verbringen möchten – von Mexiko bis in „den Dschungel“ sind Journalistenschüler:innen so schon gereist.

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Schwerpunkt auf Bewegtbild

Im Mittelpunkt der Ausbildung steht aber das Arbeiten mit Bewegtbild. Ergänzt wird dies durch einen starken crossmedialen Ansatz, der die Volontär:innen befähigt, Inhalte für verschiedenste Plattformen zu produzieren. In den Schulblöcken stehen unter anderem Themen wie Storytelling und Beitragsformate, Interview-, Reporter- und Moderationstraining sowie Workshops zu Recherche und Redaktionssystemen auf dem Stundenplan. Aber auch Themen wie Presserecht, Medienethik und journalistische Qualität sind fester Bestandteil der Ausbildung.

Verglichen mit anderen Programmen der Journalist:innenausbildung legt RTL laut Simon Hof viel Wert auf eine gute Balance zwischen theoretischer und praktischer Ausbildung der angehenden Journalist:innen. Gleichzeitig bleibt aber auch ausreichend Raum für eigene Projekte. In den letzten Jahren entstanden daraus beispielsweise der Podcast „Gemischtwarenladen“ und die Dokumentation „Sach ma Schalke“.

Simon Hof, Leiter der RTL-Journalistenschule, an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Wer sollte sich bewerben?

Die RTL Journalistenschule sucht für diese Ausbildung besonders Menschen, die wissen, dass sie journalistisch arbeiten wollen und Spaß daran haben, Geschichten zu erzählen. Interesse an Bewegtbild, eigene Ideen und der Wunsch, die eigene Perspektive aktiv einbringen zu wollen, gehören laut Hof zu den wichtigsten Voraussetzungen. Formale Voraussetzung ist mindestens ein abgeschlossenes Abitur oder Fachabitur. Praktische Erfahrungen im Medienbereich oder einem Medienhaus sind zwar von Vorteil, aber keine Bedingung.

Großen Wert legt die RTL Journalistenschule außerdem auf sprachliche Präzision. „Die Sprache ist unser Rohmaterial“, betont Simon Hof. Ebenso erwartet RTL, dass Bewerber:innen mit den Programmen und Inhalten des Unternehmens vertraut sind. Man müsse nicht Fan von jedem Format sein, aber solle RTL an sich auch nicht ablehnen.

Simon Hof, Leiter der RTL-Journalistenschule, an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Das Auswahlverfahren

Wer letztendlich einen Platz an der RTL Journalistenschule ergattern kann, entscheidet sich durch ein mehrstufiges Auswahlverfahren.
In der ersten Runde, in der über 400 Bewerbungen eingehen, schreiben die Kandidat:innen eine Reportage zu einem von drei vorgegebenen Themen und müssen ihren Rechercheweg erläutern. Diese Arbeiten werden anonym bewertet.

Rund 100 dieser Bewerber:innen erreichen die zweite Stufe. Hier müssen sie erstmals einen Lebenslauf einreichen und zusätzlich eine Bewerbung in Videoform einsenden. Für die letzte Auswahlrunde erhalten 50 Bewerber:innen eine Einladung. An zwei Auswahltagen bearbeiten sie praktische journalistische Aufgaben, wie das Erstellen einer Reportage, einer Instagram-Story sowie einen Newstest. Außerdem finden persönliche Gespräche statt.

Alle zwei Jahre werden schließlich etwa 15 bis 18 Journalistenschüler:innen aufgenommen. Während der aktuelle Jahrgang seine Ausbildung absolviert, ist der nächste Bewerbungsdurchgang bereits in der Planung. Das Auswahlverfahren soll, laut Simon Hof, voraussichtlich im Frühjahr 2027 starten. Der Ausbildungsstart erfolgt dann im Januar 2028.

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Joel Churquina

Joel Churquina wurde 1995 in Bolivien geboren. Schon als Kind wollte er „irgendwas mit Medien“ machen. Nach einem Radio-Praktikum beim Sender Xperticia im bolivianischen La Paz wurde dieser Wunsch konkreter. Gleichzeitig merkte er, dass er sich für Sprachen aller Art begeisterte – besonders Deutsch hatte es ihm angetan. Also beschloss er, seine Koffer zu packen und nach Deutschland auszuwandern. Hier will er sich noch intensiver mit Sprache und Kultur beschäftigen. Sein nächstes Ziel? Ein Profi für interkulturelle Kommunikation werden!

Frida Lemm

Frida Lemm wurde 2004 in Kleve am Niederrhein geboren und verbrachte ihre Kindheit auf dem Land, wo sie sich am liebsten im Pferdestall aufhielt. Schon früh erkannte sie das Potenzial dieser Erlebnisse als „Filmstoff“. Ihr erstes Erspartes investierte sie in eine wasserdichte Digitalkamera. Seitdem müssen ihre Mitmenschen jederzeit damit rechnen, in einer ihrer aktuellen „Produktionen“ mitzuwirken. Die professionelle Seite der Medienproduktion lernte sie während eines Schulpraktikums kennen. Dieses Praktikum entfachte ihre Leidenschaft weiter, die bis heute anhält.

Sarah Probst

Sarah Probst wurde 2005 in Bonn geboren und entdeckte schon früh ihre Leidenschaft für Animationsfilme. Besonders faszinierten sie die Lach- und Sachgeschichten der „Sendung mit der Maus“, die ihr Interesse an Technik und Naturwissenschaften weckten. Ihre zweite Leidenschaft ist das Zeichnen. Mit diesem Talent stellt sie komplexe Themen verständlich dar, etwas bei der Planung von Medienprojekten. Am liebsten entspannt Sarah am Meer –beim Surfen, Skaten oder beim Festhalten schöner Momente in Urlaubsfotos und Zeichnungen.

Lara Schulzky

Lara Schulzky, geboren 2004 in Gladbeck, liebt es zu reisen und neue Kulturen kennenzulernen. Schon während der Schulzeit lebte sie mehrere Monate als Austauschschülerin in Norwegen. Nach dem Abitur zog es sie für einige Wochen nach Südkorea, wo sie in Seoul eine Sprachschule besuchte und bei einer Gastfamilie lebte. Stille kennt sie kaum, weil meist ein Podcast, Musik oder ein Hörbuch läuft. Ihre Neugier und vielseitigen Interessen will sie auch beruflich ausleben. Der Journalismus passt da perfekt.

Astrid Senger

Astrid Senger, 2003 in Mönchengladbach geboren, begeisterte sich schon früh für Film und Fotografie. Im Kinderzimmer drehte sie ihre ersten Playmobil-Videos und entfachte so ihre Leidenschaft für Mediengestaltung. Folgerichtig absolvierte sie eine Ausbildung zur gestaltungstechnischen Assistentin. Mittlerweile hat sie mehrere Filmprojekte realisiert und erweitert kontinuierlich ihre praktischen Kenntnisse. Ihre Neugier und ihr kritischer Geist treiben sie an, stets nach neuen Themen und Ideen zu suchen.

Alexandra Suchan

Alexandra Suchan, 2002 in Sankt Augustin geboren, hielt schon als Kind besondere Momente mit der Digitalkamera ihrer Mutter fest. Ihre zweite große Leidenschaft ist das Reisen: Während der Schulzeit nahm sie an mehreren Austauschprogrammen teil und verbrachte mit 15 Jahren ein Auslandsjahr auf einer Farm in Kanada. Nach dem Abitur führte sie ihr Weg nach Australien, wo sie auf Tasmanien als Bauarbeiterin arbeitete – die Kamera immer dabei. Heute weiß sie, dass sie auch beruflich mit der Kamera arbeiten möchte, am liebsten in der Natur und mit Tieren.